In stimmungsvoller winterlicher Atmosphäre fand in Reutte (Kirchenbezirk Tirol) eine ökumenische Waldweihnacht statt, organisiert von der Evangelischen Tourismusseelsorge, dem Katholischen Dekanat Breitenwang und mit Beteiligung der neuapostolischen Kirchengemeinde Reutte. Zahlreiche Teilnehmende machten sich am späten Nachmittag auf den Weg, um sich gemeinsam auf das Thema „Licht in der Mitte der Nacht“ einzulassen.
Die Wanderung führte durch die winterliche Landschaft an mehreren Stationen vorbei, wo innegehalten, gesungen und geistliche Impulse geteilt wurden:
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Station Marienbild
Unter dem Wort aus dem Buch Jesaja – „Auf, werde Licht, denn dein Licht kommt“ (Jes 60) – wurde der Blick auf die verheißene Hoffnung gelenkt, die auch dunkle Zeiten erhellt.
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Station Brücke
Der Impuls „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht im Dunkeln gehen“ (Joh 8) lud dazu ein, Vertrauen zu wagen und den eigenen Weg im Licht Christi zu sehen.
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Station See
Mit dem Entzünden einer Kerze und den Worten aus der Schöpfungsgeschichte – „Es werde Licht. Und es ward Licht“ (1.Mose 1,3) – wurde die Kraft des Lichts symbolisch erfahrbar.
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Ankommen an der Ulrichskirche
In der Kirche empfing die Teilnehmenden zunächst eine ruhige Harfenmusik. Anschließend erklang gemeinsamer Gesang, begleitet von der Gitarre. Der geistliche Impuls „Euer Licht soll vor den Menschen leuchten“ (Mt 5) führte in eine Zeit der Besinnung und des Austauschs.
In Kleingruppen wurden Fürbitten formuliert. Beim Entzünden von Kerzen brachten die Teilnehmenden diese Anliegen vor Gott. Ein gemeinsames «Unser Vater» verband alle Anwesenden, bevor die Feier mit dem gemeinsamen Gesang von «O du fröhliche» und einem Segenszuspruch ihren liturgischen Abschluss fand.
Im Anschluss blieb bei Tee, Punsch und Keksen noch Zeit für Gespräche, Begegnung und gemeinsames Nachklingenlassen des Erlebten. Die ökumenische Waldweihnacht wurde so zu einem Weg des Lichts, der Gemeinschaft stärkte und Hoffnung in die Dunkelheit der winterlichen Zeit trug.