Ein Bekenntnis, das den Himmel bewegt

19.04.2026

Neuapostolische Christinnen und Christen aus dem Kirchenbezirk Wien versammelten sich zu einem festlichen Gottesdienst, in dem acht junge Glaubensgeschwister den Segen zur Konfirmation empfingen.

Am 19. März 2026 wurde das Veranstaltungscenter BRUNO in Brunn am Gebirge zur Kirche. Apostel Matthias Pfützner feierte gemeinsam mit einer großen und freudig gestimmten Gemeinde einen bewegenden Gottesdienst, der unter dem Leitwort aus Matthäus 10,32 stand: „Wer nun mich bekennt vor den Menschen, zu dem will ich mich auch bekennen vor meinem Vater im Himmel.“

Von der Begegnung zum Bekenntnis
In seiner Predigt machte der Apostel deutlich: Das Bekenntnis zu Jesus Christus entsteht nicht zuerst aus Überzeugung oder Stärke – sondern aus Begegnung. Wer Christus begegnet, kann nicht anders, als davon zu sprechen.
Er verwies auf die nachösterlichen Begegnungen, die in den Evangelien überliefert sind: Maria bekannte voller Freude: „Ich habe den Herrn gesehen.“ Die Jünger dagegen, die dem Auferstandenen noch nicht persönlich begegnet waren, hatten sich aus Furcht hinter verschlossenen Türen zurückgezogen.
Jesus hatte das bereits vorausgesehen und den Jüngern einen tröstlichen Gedanken ins Herz gelegt, der im Zusammenhang des Bibeltextes steht. Diesen gab der Apostel auch den Konfirmanden weiter:
„Wenn schon die Sperlinge und sogar die Haare eines Menschen bei Gott gezählt sind – obwohl sie scheinbar von geringem Wert sind –, wie viel mehr gilt dann seine Aufmerksamkeit uns? Er kennt uns ganz genau, achtet auf uns und begleitet uns. Dieses Wissen schenkt Sicherheit, Mut und Zuversicht.“
Das Bekenntnis ist dabei keine formale Aussage und kein Auswendiglernen von Glaubenssätzen. Es ist Ausdruck einer Beziehung. Es kann sich in kleinen Zeichen, Symbolen, Verhaltensweisen oder ganz einfachen Worten zeigen – etwa in dem stillen Vertrauen: „Ich bin nicht allein.“

Ein Bekenntnis mit Resonanz im Himmel
Die Konfirmation selbst ist schon ein sichtbares und öffentliches Bekenntnis junger Christen. Darauf liegt die Verheißung Jesu: Wer sich zu ihm bekennt, zu dem wird auch er sich bekennen – vor dem Vater im Himmel.
Dieses Bild wurde besonders lebendig: Christus selbst steht für diese jungen Christen ein. Er bekennt sich zu ihnen und spricht vor dem Vater: „Das ist mein Bruder, das ist meine Schwester. Ich kenne sie.“
So wird deutlich: Das Bekenntnis des Menschen bleibt nicht ohne Antwort – es findet Resonanz im Himmel.

Ermutigung zur persönlichen Glaubenssprache
In ihren Predigtbeiträgen ermutigten die Priester A. Henhappel und K. Krückl die Konfirmanden, ihren eigenen Zugang zum Glauben zu finden. Es gehe darum, Jesus im eigenen Leben Raum zu geben und eine persönliche Beziehung zu ihm zu entwickeln.
Bekenntnis bedeutet dabei auch, im Alltag Zeichen zu setzen – manchmal sichtbar, manchmal leise. Entscheidend ist nicht die äußere Form, sondern die innere Übereinstimmung: mit Worten und mit dem eigenen Leben „dasselbe sagen“ wie Christus.

Ein besonderer Moment
Im Mittelpunkt stand schließlich die Konfirmation selbst: Die jungen Glaubensgeschwister traten vor den Altar, bekannten ihren Glauben und versprachen ihre Treue gegenüber dem dreieinigen Gott.
Um dieses Versprechen halten zu können, empfingen sie anschließend den göttlichen Segen durch Handauflegung des Apostels. Ein Moment der Freude und inneren Bewegung – und für Eltern und Lehrer wohl auch ein Moment der Erleichterung.

Bekenntnis im Handeln
Auch die Feier des Heiligen Abendmahls wurde als Ausdruck des Bekennens hervorgehoben: Die bewusste Teilnahme ist ein stilles, aber deutliches Ja zu Jesus Christus.
Der Apostel verwies dabei auf den liturgischen Text der Konsekration:
„So oft ihr von diesem Brot esst und von diesem Wein trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er wiederkommt.“
So wurde die ganze Gemeinde zu einer Bekenntnisgemeinde.
Der Gottesdienst wurde vom Chor und Orchester festlich umrahmt. Besonders ein eigens komponiertes Musikstück fand großen Anklang und unterstrich die besondere Atmosphäre dieses Tages.