Will ich?

01.08.2024

Gott deckt für uns den Tisch und es ist schön, wenn wir Zeit haben uns hinzusetzen. Mit diesem Gedanken feierte Apostel Matthias Pfützner am 01.08.2024 den Wochengottesdienst mit der Kirchengemeinde Innsbruck. Der Chor gestaltete den Gottesdienst mit stimmungsvollen Beiträgen mit.

Der Apostel bezog sich in seiner Predigt auf einen Teil des Bibelwortes aus Johannes 12, 2: „Dort machten sie ihm ein Mahl, …“

Zeit ist immer ein Geschenk, welches wir gerne von Gott annehmen. Manchmal verschenken wir Zeit und manchmal vergeuden wir sie. Im Gottesdienst zu sein ist keine Verschwendung, es ist geschenkte Zeit, um die Beziehung zu Gott zu vertiefen. Wenn Gott uns an seinen Tisch einlädt, erleben wir einen Ort der Ruhe, des Friedens, der Kraft, des Wunders, der Freundschaft, des Segens. Die Kirchengemeinden sollen solch ein Ort der Begegnung und Freundschaft sein. Aber es liegt an uns, wie wir in diese Gemeinschaft kommen. Kommen wir mit ganzem Herzen?

Zu Beginn des 12. Kapitels des Johannes Evangeliums wird beschrieben, wie Jesus bei Lazarus, Marta und Maria einkehrte und sie ihm ein Mahl bereiteten. Apostel Pfützner ging darauf ein, was das heute für uns bedeutet, indem er die einzelnen Worte der Bibelstelle genauer erläuterte:

„Sie“ – sie machten ihm ein Mahl. Wann machst Du ein Mahl für Jesus? Wann dienst du ihm? Bist du bereit ihm zu dienen? Keiner ist überflüssig und jeder wird gebraucht für die vielen Aktivitäten im Glauben.

„machten“ – sie taten etwas, was Jesus Freude bereitete. Womit kannst Du Jesus zum Lächeln bringen? Wollen auch wir Jesus und anderen eine Freude machen, indem wir unsere Gaben einsetzen.

„ihm“ – um wen geht es? Für wen bringen wir uns mit unseren Gaben ein? Für uns, für andere, für Jesus Christus? Jesus ist dankbar, wenn wir etwas aus Liebe für ihn tun.

„dort“ – ja wo denn? Wo dienst Du? Prüfen wir, wohin uns der Herr ruft, wo wir unsere Gaben einsetzen können. Nicht überall ist Platz dafür. Wir werden an bestimmten Stellen gebraucht, um die Kräfte, die uns gegeben wurden, einzusetzen. Kennst Du diesen Ort?

„ein Mahl“ – was ist ein gutes Mahl für Jesus? Das, was ihm Freude bereitet, indem deine ganze Liebe und Begabung einfließt.

Als Jesus das Haus seiner Freunde in Betanien verließ, hinterließ er tiefen Frieden und Segen. So ist es auch bei uns, erläuterte der Apostel, wenn wir am richtigen Ort dem Herrn dienen, entsteht auch in uns ein tiefer Frieden. Fragen wir uns dabei immer: „Meinst Du mich? Will ich dienen? Wo will ich dienen? Wann will ich dienen? Was will ich dienen? Womit will ich dienen? Es kommt auf Dich an – der Herr braucht dich! Wie schön das Du da bist.“

 

Evangelist Jürgen Hillen ging in seinem Mitdienen darauf ein, dass wir in den Gottesdiensten zusammenkommen, um das zu bekommen, was wir für die Seele benötigen. Und dafür wollen wir dem Herrn dienen und aus der Liebe für Jesus heraus aktiv werden. Konzentrieren wir uns darauf, dem Herrn Freude zu bereiten.

„Ist es still geworden in unserer Seele?“ fragte Evangelist Gottlieb Triendl die Gemeinde. Wenn wir das Heilige Abendmahl feiern wollen, muss unsere Seele zuerst zur Ruhe kommen, stille werden, auch wenn es hier und da Unstimmigkeiten gibt. Dann können wir unsere Gedanken und Herzen neu sortieren, nach vorne blicken und das Festmahl miteinander feiern. Ein Gemeinschaftsmahl mit der Gemeinde und mit Jesus Christus.

 

N. Röthling