Ich weiß, was ich glaube!

13.03.2024

Am 13. und 14. März 2024 hielt Bischof Jeram im Kirchenbezirk Tirol in den Kirchengemeinden Jenbach und Telfs Gottesdienste. „Wohin schauen wir? Wohin gehen wir?“ waren die Botschaften dieser Gottesdienste.

Beiden Gottesdiensten lag das Bibelwort aus Sprüche 23, 17.18 zu Grunde: „Dein Herz sei nicht neidisch auf den Sünder, sondern trachte täglich nach der Furcht des Herrn; denn das Ende kommt noch und dann wird deine Hoffnung nicht zuschanden."

Zu Beginn der Predigt in Jenbach hob Bischof Jeram hervor, dass ein kurzes Gebet, welches nur aus einem Dank besteht, im Grunde schon das wesentliche Element beinhaltet, um Beziehung zu Gott in besonderer Weise zu stärken.

Im Zusammenhang mit dem Bibelwort führte der Bischof aus: „Sei nicht neidisch auf Deinen Nächsten!. Komm, komm liebe Seele, richte Deinen Blick, Dein Herz auf Gott und nicht auf das, was Dein Nächster hat oder nicht hat."

In der Folge arbeitete der Bischof drei Schwerpunkte heraus:

  • Glaubensgelassenheit – ich weiß, was ich glaube, auch in Zeiten der Veränderung. Weil Gott mir die Sicherheit gibt. Auch wenn sich strukturelle Dinge verändern, das Grundlegende des Evangeliums bleibt unverändert.
  • Ich weiß wo die Reise hingeht – Gott ist die Zukunft, die Gegenwart und die Vergangenheit. Was ist unsere Hoffnung? Unsere Hoffnung ist eine Gewissheit, dass der Tag des Herrn kommt.
  • Wenn wir unseren Fokus auf die Hilfe ausrichten, welche wir von Jesus täglich erleben und uns die besondere Zukunft in der Gemeinschaft mit dem dreieinigen Gott bewusst machen, dann wächst unsere Hoffnung und Zuversicht.

Bezirksvorsteher Christoph Egger fragte die Gemeinde, ob sie sich des Wortes Gottes vom Altar bewusst sei. „Versuchen wir auch mehr und mehr in unserem Alltag wahrzunehmen, wenn Gott spricht."

Im zweiten Teil seines Beitrags ging der Bezirksvorsteher darauf ein, dass der Neid meistens klein anfängt: „Wir müssen aufpassen und darauf schauen, dass der Neid nicht zu groß wird."

Auch Prieser Zingerle ging in seinem Mitdienen auf den Neis ein: „Es gibt bei jedem etwas, wofür wir neidisch sein könnten. Aber, schauen wir auf zu Gott und erkennen wir, was wir selbst haben, was Gott uns geschenkt hat. Dann brauchen wir nicht neidisch sein."

Auch Priester A. Seifriedsberger und Diakonin M. Seifriedsberger-Jeram unterstrichen in ihren Predigtbeiträgen die Weise, wie wir uns um Dinge kümmern, die uns wichtig sind. Diese schätzen und pflegen wir dann besonders. Wir wollen daher nicht nur auf irdische Werte achten, sondern harren auf die Wiederkunft Jesu.

 

Der Gottesdienst in Telfs wurde durch ein kleines, feines Orchester in unterschiedlichen Zusammenstellungen wie Orgel und Geige sowie Trompete und Klavier mitgestaltet.

Als besonderer musikalischer Beitrag wurde noch ein Lied von W. A. Mozart mit dem Reimgebet „Ave Verum“ mit Klavier und Gesang in lateinischer Sprache vorgetragen.

 

A. Tomerlin, N. Röthling