Die Nähe Gottes wahrnehmen

01.05.2024

Bezirksapostel Zbinden besuchte am 01. Mai 2024 das erste Mal die Gemeinde Reutte in Tirol. Begleitet wurde er dabei von Bischof Jeram und Bezirksvorsteher Egger.

Zu diesem besonderen Gottesdienst waren auch die Kirchengemeinde Füssen sowie der Vorsteher der Kirchengemeinde Illertissen und dessen Frau eingeladen. 

Im Brief an die Epheser 1, 15.16 «Darum, nachdem auch ich gehört habe von dem Glauben bei euch an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen, 16 höre ich nicht auf, zu danken für euch, und gedenke euer in meinem Gebet» wird zuerst vom Glauben an Jesus Christus gesprochen. Das Erlösungswerk Gottes ist kein statisches Werk, sondern ein dynamisches Werk. Und so wie sich das Werk Gottes weiterentwickelt, müssen auch wir uns weiterentwickeln.

Bezirksapostel Zbinden sprach der Gemeinde Zuversicht zu: «wenn wir mal Mühe haben, weil uns etwas zu schnell geht, der Geist Gottes bringt uns vorwärts. Der Glaube an Jesus Christus ist ein Glaube an das volle Evangelium. Das bedeutet auch, dass wir einmal noch ein Stück an uns arbeiten müssen, damit wir immer weiter in das Wesen Jesu hineinwachsen. Glauben wir daran das das Evangelium die frohe Botschaft, die Freudenkunde ist – das ist etwas, was uns bereichert und unser Leben lebenswert macht».

Der Bezirksapostel erinnnerte auch daran, sich immer wieder bewusst zu machen, worüber gesprochen wird. Wichtig ist darüber zu sprechen, was man hat und weniger darüber, was fehlt: «Denken wir aneinander, an den Nächsten. Sind wir dankbar für das, was Gott uns schenkt, und räumen wir dem Nächsten einen Platz in unseren Gebeten ein. Wisst ihr, dass der Alltag das alles oftmals überdeckt? Achten wir darauf, dass Gott auch in unserem Alltag hörbar und erlebbar bleibt».

Bischof Jeram ging in seinem Predigtbeitrag auf die Nähe und Begleitung Gottes ein: «Ist uns das noch bewußt? Der Herr ist nahe».

Bezirksvorsteher Egger sprach davon, dass man spüren kann, Gott ist da. Und dann zieht es einen von alleine dorthin und will beim Herrn bleiben.

In der Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl ging der Bezirksapostel darauf ein, dass es im Zusammenhang mit der Sündenvergebung um Buße und Reue geht. Das ist eine der Voraussetzungen, um die Sündenvergebung erleben zu können. In sich hineinzugehen, zu sagen, ich möchte in Gottes Nähe kommen. Doch die Voraussetzung dafür ist der Wunsch, sich mit der Kraft des Opfers Jesu weiterzuentwickeln.

Der Gottesdienst wurde musikalisch durch einen kleinen Chor und Gemeindegesang mitgestaltet. Im Anschluss an den Gottesdienst war ausreichend Gelegenheit mit dem Bezirksapostel, den anderen Geistlichen und allen Gottesdienstbesuchern ins Gespräch zu kommen und die Gemeinschaft zu genießen.


N. Röthling