Gemeinde-
und Bezirkssuche

Woche 36 / 2019

10.09.2019

Der Dienstag ist für gewöhnlich der für die Verwaltung reservierte Wochentag. Mit Besprechungen in Verwaltungsangelegenheiten begann der Tag. In dieser Woche waren ab 10.00 Uhr die Apostel zu einer Apostelversammlung und zu einer Koordinationsgruppensitzung eingeladen.

 
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Wie immer bei solchen Zusammenkünften war die vorgesehene Sitzungszeit ausgebucht. Wir brauchen diese Besprechungen und den Gedankenaustausch immer wieder.


Am Mittwoch fuhr ich mit der Bahn zur Kirche. Das gemeinsame Gottesdiensterleben mit den Geschwistern der Gemeinde Zofingen war der besondere Höhepunkt des Tages in der Mitte der Woche. Stolze Eltern brachten ihren kleinen Sohn vor den lieben Gott, damit er, mit der Gabe des Heiligen Geistes ausgerüstet, Teil der Brautgemeinde werden durfte. Das ist für eine Gemeinde immer ein besonderes Erleben und löst viel Freude und Dankbarkeit aus. Obwohl ich, bedingt durch Versammlungen und Tagungen, relativ häufig in unserer Kirche Zofingen bin, war dies mein erster Gottesdienstbesuch in der Gemeinde im jetzigen Amtsauftrag. Einmal mehr wurde mir bewusst, wie reich wir im Erlösungswerk in meinem irdischen Heimatland sein dürfen, wo es für alle Dienste in einer Gemeinde Geschwister gibt, die diese Arbeiten mit grossem Einsatz ausführen und ihren Platz einnehmen. Es ist keine Selbstverständlichkeit, von Geschwistern an der Türe empfangen zu werden, mit einer Schar Amtsträgern in der Sakristei die Einstimmung auf den Gottesdienst zu erleben, in einen grossen Chor zu blicken, Orgelmusik zu hören und beim Gemeindegesang von der Orgel begleitet zu werden, sich über den Blumenschmuck am Altar freuen zu können…


Am Freitagmittag führte mich die Bahnreise erneut zum Flughafen, wo ich Apostel Deubel traf, um gemeinsam nach Sofia (bulgarisch София), der Hauptstadt Bulgariens, zu fliegen. Es war der Auftakt zu einer Reise von West nach Ost durch das ganze Land. Am Flughafen empfing uns der Bezirksälteste Asen Dimov, um mit uns zur Kirche zu fahren. Dort zogen  wir uns im Ämterzimmer um und tranken noch einen Kaffee, bevor wir gemeinsam mit unserer Gemeinde das Walten Gottes im Wirken des Heiligen Geistes erleben konnten. An diesem Freitag wurde der Tag der Wiedervereinigung Bulgariens gefeiert, für die Bevölkerung war dies ein freier Tag. Die Geschwister liessen es sich trotzdem nicht nehmen, um 18.00 Uhr zum Gottesdienst zu kommen. Die kyrillische Schrift, in der die bulgarische Sprache niedergeschrieben wird, ist für mich wie ein Buch mit sieben Siegeln. Zusammen mit Apostel Deubel versuchten wir in den gemeinsam gesungenen Liedern wenigstens ab und zu eine Silbe richtig auszusprechen. An die Liturgie traute ich mich aber nicht heran, sondern überliess das unserem Bezirksältesten, der Satz für Satz übersetzte. Auch wenn da eine kleine Schar zusammenkam, erlebten wir einmal mehr, dass jeder Gottesdienst eine Quelle der Kraft ist.


Nach dem Gottesdienst fuhren wir aus der Stadt hinaus Richtung Südosten und übernachteten unterwegs.


Am Samstagmorgen erreichten wir nach einer halbstündigen Fahrt den nächsten Gottesdienstort und somit unsere Gemeinde in Krichim (Кричим). Unter einem Vordach neben einem Garten versammelten sich unsere Geschwister. Sie gehören der Minderheit der Roma an. Ein berührender Gesang stimmte uns auf den Gottesdienst ein. Sakristei gab es keine, der Altar wurde von einem niederen Tischchen gebildet. Die Gegenwart Gottes und die damit verbundene Heiligkeit liess uns jedoch die Schlichtheit des Ortes vergessen. Die vielen Kinder, wie auch die Erwachsenen, lauschten andächtig und folgten aufmerksam den Gedanken und Hinweisen, die im Dienen erweckt wurden.


Nach dem Gottesdienst verweilten wir noch kurz, bevor wir uns auf die Weiterreise Richtung Kotel (Котел) im östlichen Balkangebirge begaben, dem nächsten Gottesdienstort am Nachmittag. Unterwegs assen wir eine Suppe und einen Salat. Die Fahrzeit nutzten wir, um etwas über das Erlösungswerk im Land und das Land selber zu erfahren.


Die Kirche erreichten wir nur über einen Umweg im Quartier, weil die Strasse aufgerissen und nicht befahrbar war. Wir überwanden turnend den vor dem Gebäude befindlichen Graben, um unsere Versammlungsstätte zu erreichen. Die Geschwister erwarteten uns bereits: Gesang erklang aus der Kirche, wo zusätzlich zur Gemeinde auch die Glaubensgeschwister der Gemeinde Zlataritsa (Златарица) anwesend waren. Herzlichkeit und sichtliche Freude strömten uns entgegen. Es tut wohl, bei einer solchen Schar von Geschwistern einzukehren.


Weiter ging es Richtung Varna (Варна) am Schwarzen Meer, wo für Sonntag ein Gottesdienst geplant war. Nach einem ereignisreichen Tag brach die Dunkelheit der Nacht herein.


Am Sonntag früh nutzten wir die Möglichkeit, unseren Kaffee mit Croissant und einen Orangenjus in einem Strassenkaffee einzunehmen. Es war bereits angenehm warm. Frohgemut machten wir uns auf, im Gotteshaus das Dienen Gottes zu erleben. Eine schöne Anzahl Geschwister und einige Feriengäste waren anwesend. Das Heilige Abendmahl für die Entschlafenen schenkte uns berührende Augenblicke einer innigen Verbundenheit mit der jenseitigen Welt. Schade, dass diese Augenblicke immer so schnell vorübergehen.


Schon musste wieder Abschied genommen werden. Noch die Kleider wechseln, in einem Schnellimbiss den Hunger stillen, dann ging es weiter zum Flughafen. Die Uhr konnte wieder eine Stunde zurückgestellt werden. Über Wien ging es zurück in die inzwischen nasskalte Schweiz.