Gemeinde-
und Bezirkssuche

Woche 02 Teil 1 / 2020

14.01.2020

Jetzt sitze ich tatsächlich im Flughafen Zürich und warte auf meinen Abflug nach Frankfurt, von wo es dann zusammen mit dem Stammapostel und Bezirksapostel Rainer Storck nach Luanda, der Hauptstadt von Angola, weitergeht. Dass ich überhaupt fliegen kann, dafür war das Eingreifen der Kraft von oben notwendig.

 
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Bevor ich dieses Erleben schildere, möchte ich doch nicht vergessen, das Versprechen einzulösen, das ich in den letzten Notizen abgegeben habe.


Der Montag und Dienstag dieser Woche waren, wie bereits gesagt, der ersten Apostel- und Bischofversammlung des neuen Jahres gewidmet. Unser Bereich zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass darin etliche Sprachen und Mentalitäten vorkommen. Das widerspiegelte sich auch in den Gebeten: auf Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Rumänisch wurden Lob, Dank, Bitte und Fürbitte dem lieben Gott entgegengebracht. Mit wertvollen geistlichen Gedanken aus der letzten Bezirksapostelversammlung begann die Tagung. Dankbar und des Reichtums in Christus bewusst, schauten wir auf das Erleben und die Entwicklung unter dem Jahresmotto 2019 zurück. Anschliessend begannen wir das neue Jahresmotto «Christus macht frei» auszuloten und zu entfalten. Es ist ein Vollendungsmotto, das zu einem Aufbruch in den Gemeinden und im ganzen Erlösungswerk führen soll. Gebunden sein in Christus und seinem Wesen der Liebe macht wahrhaft frei! Viele Gedanken wurden skizziert und sollen nun weitergepflegt und in das Gemeindeleben integriert werden. Achtet darauf, ob ihr etwas davon feststellen und erleben könnt. Helfen wir alle mit, dass dieses Motto lebt und viele zusätzliche Impulse freisetzt. Aus dem Bereich der Administration galt es auch, etliche Themen zu behandeln. Die neue Website ist bald fertig und geht demnächst online. Wir durften schon etwas schnuppern und uns am Resultat erfreuen. In der Amtsträgerförderung starten wir in diesem Jahr mit neuen Impulsen. Apostel Camenzind führte uns anhand einiger Bilder in die Tätigkeit unserer Kirche auf Kuba ein. Viele Gespräche in den Pausen und Randstunden schweissten uns noch enger zusammen. Mit tiefer Dankbarkeit und grosser Freude darf ich auf das Erlebte zurückblicken.


Der Mittwoch begann mit grosser Ungewissheit. Obwohl ich vor einiger Zeit bei der angolanischen Botschaft die Unterlagen für das Visum abgegeben und die biometrische Erfassung vorgenommen hatte, war ich nach sechs Wochen weder im Besitz meines Passes, noch des Visums. Diverse Telefonate in den vergangenen drei Tagen hatten nichts gefruchtet. So reiste ich erneut nach Bern, um persönlich vorzusprechen. Die Bestätigung von Angola war immer noch nicht eingetroffen. Es wurde eng. Wenn ich am nächsten Tag nach Angola fliegen wollte, war jetzt ausserordentliche Leistung gefragt. Ich machte klar, dass ich ohne Pass und Visa das Konsulat nicht verlassen würde. Gleichzeitig bemühten sich die Verwaltung Dortmund und der bereits angereiste Apostel Diniz aus Portugal darum, bei den Regierungsstellen in Luanda vorzusprechen. Nach 5 Stunden Wartezeit war immer noch nichts geschehen. Die Botschaftsangestellten zogen alle Register, aber es tat sich nichts. Der Leiter selber verbürgte sich, dass mir der Reisepass mit Visum noch am Mittwochabend nach Zürich gebracht werde. So reiste ich zurück nach Hause, um den Anruf abzuwarten. Die Sache zog sich weiter in die Länge. Immer wieder dachte ich daran, was der Stammapostel am vergangenen Wochenende bei der Verabschiedung gesagt hatte: «Wir sehen uns in Frankfurt»! Endlich kam der erlösende Anruf. Um 19:10 Uhr beim Treffpunkt im Hauptbahnhof Zürich.


So fand die Zitterpartie doch ein gutes Ende. Dankbar und mit Erleichterung konnte ich meinen Pass mit Visum in Empfang nehmen. Jetzt konnte der Koffer gepackt und auch die Malariaprophylaxe begonnen werden. Das alles klappte nun wirklich wie am Schnürchen.