Gemeinde-
und Bezirkssuche

Woche 04 / 2020

28.01.2020

Am vergangenen Mittwoch besuchte ich zusammen mit Bischof Keller die Gemeinde Heiden/AR. Jung und Alt gestalten jeweils gemeinsam das Gemeindeleben und schafften auch diesmal eine aufgestellte, herzliche Atmosphäre. Ein tolles Musikprogramm begleitete uns durch den Gottesdienst.

 
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Zur Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl sangen junge Schwestern unter Begleitung des Orchesters das Lied «Let us break bread» (Lasst uns Brot brechen). Es war eine wunderschöne Einstimmung. Eine kleine und gleichzeitig grosse Geste zeigte das Feingefühl der Geschwister und berührte mich besonders: Im Ämterzimmer war an meinem Platz ein Sträusschen mit einem Kartengruss für meine Frau als Dank für die vielen Opfer, die sie bringt. Ihr könnt euch denken, dass das zu Hause eine spezielle Freude auslöste. Hier geht's zum ausführlichen Bericht: https://www.nak.ch/nc/news/nak-schweiz/?berID=9212&L=

Früh am Freitagmorgen begann die Reise nach Moldawien. Um 05:16 Uhr bestieg ich in Uetikon den Zug zum Flughafen. Plötzlich hörte ich eine bekannte Stimme, die meinen Namen nannte. Es war unser Verwaltungsmitarbeiter Paul Huser, der sich ebenfalls gerade zum Flughafen aufmachte. Er flog fast gleichzeitig in die entgegengesetzte Richtung, nämlich nach Barcelona, um dort entstandene IT-Probleme zu lösen. So war die Zugfahrt viel kurzweiliger. Am Flughafen wartete bereits Bischof Reto Keller, der mich auf dieser Reise begleitete.


Pünktlich um 07:05 Uhr startete unser Flug nach Warschau. Von dort ging es bald weiter nach Chişinău, der moldawischen Hauptstadt. Der Winter glänzt auch in Moldawien durch Abwesenheit. Ein wolkenloser Himmel, strahlender Sonnenschein und Temperaturen um die acht Grad erwarteten uns. In der Stadt herrschte ein unerwartetes Verkehrschaos, das bewirkte, dass wir verzögert durch den Apostel Vasile Cone und Bezirksältesten Anatol Cernov abgeholt wurden. Dasselbe Chaos erlebten wir auch bei der Rückfahrt ins Hotel. Nach einem schnellen Zimmerbezug begann schon die geplante Sitzung mit unserem Baufachmann für den Osten, Hirte Fürtbauer, und unserem Anwalt, Herr Krebelder, der gleichzeitig auch als Übersetzer wirkte. Sämtliche kirchlichen Liegenschaften von Rumänien und Moldawien wurden durchbesprochen, anstehende Sanierungen und Investitionen vertieft angeschaut und Beschlüsse gefasst. Dabei galt es auch, viele rechtliche Herausforderungen und Detailfragen zu erörtern. Erstaunt stellten wir fest, dass die Sitzung insgesamt sechs Stunden beansprucht hatte. Wohl waren wir müde, aber glücklich und dankbar, und so ging ein herausfordernder Arbeitstag zu Ende.


Am Samstag führte die Reise in den Norden von Moldawien. Nach einer rund zweieinhalbstündigen Fahrt erreichten wir Pelinia, wo wir eine sehr starke und lebendige Hausgemeinde haben. Die Freude der Brüder und Schwestern über unseren Besuch war überwältigend. Obwohl es Samstag war, hatten sich alle eingefunden, die es irgendwie einrichten konnten. Einigen Geschwistern war es jedoch nicht möglich, sich von der Arbeit freizumachen. In der Wohnstube war aber auch so kaum mehr ein Platz frei. Zur grossen Freude aller Anwesenden empfingen drei Erwachsene und zwei Jugendliche die Gabe des Heiligen Geistes. Einmal mehr war ich berührt und sehr beeindruckt von der Herzlichkeit und Herzenswärme der Geschwister, die alles andere als ein einfaches Dasein haben. Überall begegnete ich Vorbildern im Glauben. Auf dem Rückweg tauschten wir uns vorallem über das Erlebte aus.


Gegen Samstagabend stand noch die Vorstandssitzung unserer Kirche Moldawien an, in welcher erneut wichtige Besprechungspunkte und Entscheidungen auf dem Programm standen.

Der Sonntag war angebrochen, und wir durften in unserer Kirche Chişinău mit der Gemeinde zusammen Gottesdienst erleben. Am Vorabend hatte eine junge Schwester als Übersetzerin gewirkt. Am Sonntag traute sie sich trotz der gezeigten tollen Leistung nicht, in der erheblich grösseren Gemeinde und mit den vorgesehenen Handlungen diese Aufgabe zu übernehmen. Unser Rechtsvertreter, der sich in unserem Glaubenswortschatz sehr gut auskennt und überzeugter und aktiver Christ ist, übernahm diese wichtige Aufgabe. Er hat grossartige und qualitativ hochwertige Übersetzerarbeit geleistet. Auch die durchgeführten Handlungen - die Heilige Versiegelung von zwei Schwestern, das Heilige Abendmahl für die Entschlafenen und die Ordination von einem Diakon - meisterte er souverän. Eine junge Schwester spielte zur grossen Freude Orgel und zwei Jungs sangen mit Hingabe im Chor mit. Eine wunderschöne Entwicklung wurde offenbar, die mich begeisterte - ein schönes Gegengewicht zu den grossen Sorgen um die Versorgung der Gemeinden infolge von vielen arbeitsbedingten Wegzügen von Brüdern und Geschwistern ins Ausland. Noch ein Wort zum Diakon: Bei meiner letzten Reise Anfang August 2019 durfte ich diesen Bruder versiegeln. Es ist unser Verwaltungsleiter Ruslan Harea, der auch als Ökonomieprofessor an der Universität Chişinău wirkt. Mit grosser Hingabe, einem tiefen Glauben und grosser Überzeugung vertritt er unsere Kirche.


Als zwei glückliche und mit vielen positiven Eindrücken erfüllte Brüder reisten wir via Warschau zurück in die Schweiz, die wir 25 Minuten früher als auf dem Flugplan angegeben erreichten.