Gemeinde-
und Bezirkssuche

Woche 11 / 2020

17.03.2020

Während diesen Wochennotizen hat sich unsere gewohnte Welt mit ihren Abläufen total verändert. Vieles ist nun ganz anders. Der grosse Gott ist aber der gleiche geblieben und wird sich nicht wandeln. Er führt seinen Plan so aus, wie er es sich vorgenommen hat. Auf ihn können wir voller Vertrauen zählen.

 
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Am vergangenen Mittwoch konnte ich einen «normalen» Gottesdienst zusammen mit der Gemeinde Grenchen erleben. Herzlichkeit trotz körperlicher Distanz durfte ich als ein besonderes Empfinden mitnehmen. Wie gewohnt holte mich der Bezirksälteste am Bahnhof in Grenchen-Süd ab und brachte mich auch wieder so zeitig auf den Bahnhof, dass eine Rückkehr vor Mitternacht möglich war.


Als Vorbereitung auf den vorgesehenen Gottesdienst am Sonntag in Fribourg gab es am Freitag u.a. Französischunterricht.


Am frühen Freitagabend wurde es hektisch, nachdem der Bundesrat einschneidende Massnahmen bekanntgegeben hatte. Es musste die Frage geklärt werden, was für Sonntag geplant werden kann. Schwierige Entscheidungen standen an, begleitet von vielen Gedanken und Empfindungen. Aufgrund weiterer Meldungen und noch schärferer Massnahmen in einigen Kantonen und Gemeinden, rang ich mich durch, die Sonntagsgottesdienste in der gesamten Schweiz auszusetzen. Ein Entscheid, der sich mit der Hilfe Gottes in der Folge als richtig erwies. Am Freitagabend und durch den ganzen Samstag hindurch wurden in vielen Telefonaten die Vorkehrungen und die logistischen Fragen als Folge dieser Massnahme geklärt. Auch die geistige Vorbereitung auf den angesagten Gottesdienst vom Sonntag via Internet musste geschehen.


Die Geschwister in den Ländern des Bezirksapostelbereiches, die überhaupt keine Gottesdienste mehr erleben können, erhielten einen speziellen Seelsorgebrief mit folgendem Inhalt:


Meine herzlich lieben Brüder und Geschwister


Ganz plötzlich hat sich vieles verändert. Vielleicht haben wir es als eine Selbstverständlichkeit angesehen, in den Gottesdienst gehen zu dürfen. Nun wird das bis auf Weiteres nicht möglich sein. Verständlich, dass das bei dem einen oder anderen bange Fragen hervorruft. Das Wort Gottes ist uns stets eine Quelle der Kraft gewesen, die Gemeinschaft untereinander und mit unserem Seelenbräutigam Jesus Christus hat uns erfreut und getröstet. Was wird nun werden? Jesus Christus ist immer noch in der Mitte seiner Gemeinde – er kennt die Seinen und wird sie nicht verlassen. Das haben wir in der Vergangenheit immer wieder erlebt. Unser Vertrauen in die göttliche Führung werfen wir nicht einfach weg. Zwar wissen wir im Einzelnen nicht, was auf uns zukommt, wir wissen jedoch, wer auf uns zukommt: Es ist der Herr, der seine Braut heimholen wird, wie er es verheissen hat.


Deshalb bleiben wir auch in stürmischen Zeiten ruhig. Diese Ruhe kommt aus unserer innigen Gebetsverbindung zum Herrn, aber auch untereinander. Beten wir in dieser Zeit vermehrt füreinander, ganz besonders für solche Mitgeschwister, die sich ängstigen. Beten wir auch für unsere Mitmenschen – viele haben grosse Mühe, mit der aktuellen Situation umzugehen. Und beten wir für alle, die Verantwortung tragen in unserem Land, in dem wir leben – Gott möge ihnen Weisheit schenken, die richtigen Entscheidungen zum Wohl aller zu treffen.


Auch unsere wichtigste Bitte vergessen wir nicht: Komm, Herr Jesus, und hole uns heim – nicht deshalb, weil uns die derzeitige Situation Sorgen bereitet, sondern aus Liebe und Sehnsucht nach der Erfüllung seiner Verheissung.


Augenblicklich heisst es: Abstand halten – damit man sich nicht ansteckt. Aber im Geist darf ich euch alle herzlich umarmen, ihr lieben Kinder, liebe Jugend, liebe Geschwister und Brüder! Der Herr ist mit uns – bleiben wir an seiner Hand.


Liebe Grüsse an euch alle,


euer Jürg Zbinden


Der Sonntagsgottesdienst hat durch das Wirken des Heiligen Geistes Mut und Zuversicht gebracht. In der Schweiz waren einige tausend Empfangsstellen an den drei Sendeorten Genève (Französisch), Lugano (Italienisch) und Affoltern ZH (Deutsch) angeschlossen. Mit vorbildlichem Einsatz waren in ganz kurzer Zeit sowohl der Gottesdienst mit allem was dazugehört, wie auch die technischen Mittel zur Verbreitung organisiert und bereitgestellt worden. Ein grosser Dank geht an alle Beteiligte, die im Hintergrund gewirkt und zum guten Gelingen beigetragen haben.


Nun geht es weiter, wobei wir nicht wissen wohin die Reise geht, aber die Gewissheit der Hilfe und Nähe Gottes sowie unser Gottvertrauen sind die Reisebegleiter.