Gemeinde-
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Goldene Hochzeit und vier Heilige Versiegelungen in Linz

24.07.2022

Am Sonntag, den 24.7. besuchte Apostel Matthias Pfützner die Kirchengemeinde Linz und hielt einen Gottesdienst mit dem Bibelwort aus 1. Könige 19, 7 „Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.“

 
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Zu Beginn sang der Chor ein Lied, wo es im Refrain hieß „Mir ist wohl in dem Herrn“. Die Dirigentin hatte den Sängern immer wieder Zeichen gegeben, beim Singen nicht auf das Lächeln zu vergessen. Apostel Pfützner griff das auf und stellte folgende Frage an die ganze Gemeinde: „Wenn wir sagen‚ mir ist wohl in dem Herrn‘ … ist es dann wirklich nötig, dass uns jemand zum Lächeln auffordert?“ Falls es uns einmal wirklich schwerfällt, dann wollen wir Gott fragen „Was braucht es, dass mir wieder wohl wird in dem Herrn; dass ich wieder lächeln kann? Was muss ich in mir verändern?“.


Danach erzählte der Apostel vom Propheten Elia – einem eifrigen Kämpfer für den Herrn. Elia hatte 450 Baals-Priestern mit der Hilfe eines göttlichen Wunders bewiesen, dass sein Gott der einzige und wahre Gott ist. Durch diesen Erfolg zog Elia den Unmut der Königin auf sich, die ihm nach dem Leben trachtete. Elia musste daraufhin fluchtartig das Land verlassen – „vom Gipfel des Erfolgs in die Wüste der Niedergeschlagenheit“. Er lief insgesamt fast 300 Kilometer bevor er sich in der Einöde unter einen Ginsterstrauch legte – nur mehr vom Wunsch erfüllt, zu sterben. Dann erschien ihm Gott in Form eines Engels und sprach zu ihm „Steh auf und iss!“. Als Elia die Augen öffnete, stand ein Teller mit geröstetem Brot und Wasser vor ihm. Nach einigem Zögern erhob er sich und nahm die Stärkung Gottes an – so hat er Kraft bekommen für die weiteren 300 Kilometer, die vor ihm lagen.


Apostel Pfützner spannte dann den Bogen ins Neue Testament, wo Jesus von sich selbst sagte „Ich bin das Brot des Lebens“ bzw. „Ich bin das lebendige Wasser!“ Im Zusammenhang mit der Feier des Abendmahls wird in Matthäus 26, 26 beschrieben, wie Jesus Brot nahm, dankte (es also segnete), es brach und es dann verteilte. Der Apostel erklärte, dass dieses Bild des gebrochenen Brotes für Jesus Christus selbst steht: Jesus war der Auserwählte Gottes, er war der Gesegnete als bei seiner Taufe im Jordan der Heilige Geist auf ihn kam und Jesus war der Gebrochene – durch sein Opfer aus Liebe zu uns am Kreuz. Jesus hat nicht versucht, das Kreuz zu vermeiden, er hat es „umarmt“ und die Gebrochenheit angenommen, aus Liebe zu uns. Aus dieser Gebrochenheit entstand dann Christi Hingabe zur Erlösung für viele.


Interessant war, als der Apostel die 4 Eigenschaften „auserwählt“, „gesegnet“, „gebrochen“ und „hingegeben“ auf alle Mitglieder der Kirche Christi übertrug. Auch hier gilt: wir sind genommen – also erwählt – von Gott. Wenn wir diese Erwählung annehmen und festigen, dann entsteht Segen für uns. Auf unserem Lebensweg gibt es den einen oder anderen Moment, in dem wir uns „gebrochen“ fühlen. Versuchen wir nicht, uns gegen diese Gebrochenheit zu wehren, sondern erkennen wir darin die Einladung Gottes „umarme Deine eigene Gebrochenheit“. Wenn wir in solchen schwierigen Situationen aus unserer Beziehung zu Christus neue Kraft schöpfen, dann kann er sich durch uns „vervielfältigen“ und anderen geben.


Bischof Peter Jeram wies in seinem Predigtbeitrag noch einmal auf Elia hin, der durch den Engel daran erinnert wurde, dass Gott ihn stärken möchte. Besonders wenn wir schwierige Zeiten zu durchleben haben, wollen wir ganz bewusst auf diese Erinnerungen Gottes hören – wenn er uns zum Beispiel in der Predigt darauf aufmerksam macht, dass Jesus immer für uns da ist, dass er uns seine Liebe zeigt und uns Kraft gibt in allen Verhältnissen.


Nach der Sündenvergebung empfingen drei Kinder und eine erwachsene Glaubensschwester die Gabe des Heiligen Geistes durch Gebet und Handauflegung des Apostels. Ein besonderer Moment war dann auch die Feier des Heiligen Abendmahls für Verstorbene, bei dem zwei Priester die Hostien stellvertretend für die Seelen aus der jenseitigen Welt in Empfang nahmen.


Gegen Ende des Gottesdienstes erhielten Annemarie und Reinhard Paukner (Bezirksältester i.R.) den Segen zu ihrer Goldenen Hochzeit. Alles in allem war es ein besonderes Fest für die Kirchengemeinde Linz!


 


Text: Markus Ritt


Fotos: Werner Degenfellner, Gerhard Breitenberger