Gemeinde-
und Bezirkssuche

Woche 28 / 2023

11.07.2023

Din inimă "Bine ați venit în Moldova! Dragă apostol districtual".
Mit diesen Worten werde ich am Flughafen in Chişinău begrüsst – ein besonderes Wochenende in Moldawien beginnt.
Im Gepäck habe ich Herzensgrüsse unseres Stammapostels, der letzten November die Republik Moldova besuchte.

 
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Den Auftakt machte am Mittwochabend der Besuch im Vorarlberg in der Gemeinde Götzis. Die Herzlichkeit, mit der ich von gross und klein empfangen wurde, hat mich im Herzen glücklich gemacht.  Auch die Kinder sind da und erhöhen meine Freude. Mit dem bekannten Kinderlied «Weil ich Jesu Schäflein bin» beginnt der Gottesdienst. Es ist für mich eine besondere Freude und ein Geschenk, wenn ein Gemeindechor singt. Die Sängerinnen und Sänger berühren immer wieder die Herzen. Unser Jahresmotto «Mit Christus dienen und regieren» hat einen unserer Glaubensbrüder inspiriert, die Aussage zu einem Kunstwerk aus Holz zu machen. Wunderschön! Mit dem Blumenschmuck zusammen ein Blickfang.

«Wie, du fährst heute Abend noch nach Hause»? werde ich verwundert gefragt. Mein Berner Dialekt weist auf einen entfernteren Wohnort hin, als dort wo ich effektiv Zuhause bin. Danke, liebe Geschwister, für eure Fürsorge und eure lieben Gedanken. Nach der Richtigstellung sind die Fragenden beruhigt. Auch die Gemeinde Götzis gibt mir für unsere Glaubensgeschwister in Moldawien Grüsse mit.

Als am Freitagmorgen die Reise beginnt, zeigt die Bahnhofsuhr 05.16h. Zusammen mit Bischof Keller in seiner Funktion als Verwaltungsleiter für den ganzen Bezirksapostelbereich und dem Abteilungsleiter Bau führt die Reise über Wien nach Chişinău.

Den ganzen Freitagnachmittag bis in den Abend hinein dauert die Sitzung mit meinen Reisebegleitern, Apostel Cone sowie unserem Baufachmann für die Ostländer, Hirte Fürtbauer und unserem Übersetzer, der gleichzeitig unser Rechtsberater ist. Wir beschäftigen uns eingehend mit sämtlichen Kirchengebäuden im Eigentum der Gebietskirchen in Rumänien und Moldawien und diskutieren über notwendige Reparaturen und Investitionen. Einen entscheidenden Einfluss hat dabei auch, wie die Situation der Gemeinden ist. Es ist eine sehr wichtige Zusammenkunft, geht es doch auch um eine ansehnliche Geldsumme, die für die kommenden Jahre in die Planung aufgenommen wird.

Der Samstagmorgen begrüsst uns entgegen aller Wetterprognosen mit strömendem Regen und verhaltenen Temperaturen. Zuhause in der Schweiz und auch in Rumänien werden Hitzerekorde verzeichnet. Früh am Morgen geht die Reise, Arbeitsbesprechung mit dem Apostel inklusive, in das zwei Stunden entfernte Sângerei. Die Strasse hat sich mancherorts in einen See oder Bach verwandelt. Trotzdem kommen wir rechtzeitig an. Die Gemeinde erwartet uns zum Gottesdienst. Nicht überall könnten wir im Arbeitsbereich an einem Samstagmorgen Gottesdienst erleben. In dieser Gemeinde haben die Geschwister alles unternommen, um die Begegnung mit Gott erleben zu können. Die Versiegelung von fünf Kindern ist ein besonderer Höhepunkt. Der Blick in glückliche, strahlende Gesichter bestätigt, dass kein Weg zu weit und kein Aufwand zu gross sein darf. Da der Hunger oft Wegbegleiter unserer Geschwister ist, wird nach dem Gottesdienst Brot verteilt.

Noch immer giesst es wie aus Eimern. Die Verantwortlichen für den zweiten Gottesdienst am späteren Nachmittag überlegen, ob wir ihn absagen müssen. Es ist ein Kindergottesdienst im Freien aus Anlass des Kinderlagers. Beten hilft! Einmal mehr erleben wir, dass es in solchen Fällen nur eines gibt: dem lieben Gott unsere Anliegen anzuvertrauen. Tatsächlich geht der Regen zurück und ein starker Wind vertreibt die dunklen Regenwolken. Zwar bleibt die Sonne hinter der restlichen Bewölkung verborgen, aber der Gottesdienst kann stattfinden. Ein prägendes Erleben für uns alle. Die Wettervorhersage auf dem Handy zeigt immer noch starken Regen an.

Am Eingangstor zum Feriencamp in Vadul lui Vodă ganz nahe an der Grenze zu Transnistrien werden wir bereits erwartet. Es ist ein Geschenk, in die erwartungsvollen Augen der Kinder blicken zu dürfen und mit ihnen zusammen den Gottesdienst zu erleben. Als besonderer Dank wird uns im Anschluss daran ein bekanntes Lied pantomimisch untermalt vorgetragen. Der Inhalt handelt von einer Zugreise zwischen Bukarest und Chişinău, in der keine Grenzen feststellbar und alle im Frieden eins sind. Bestimmt ist das nicht nur ein Wunsch der Kinder.

Die Sonne ist zurück und begleitet uns am Sonntagmorgen. Es geht nach Orhei, das 50 Kilometer nördlich der Hauptstadt liegt. Hier haben wir eine schöne, gepflegte Kirche und eine stattliche Gemeinde mit jungen Amtsträgern. In der innigen Gemeinschaft mit den Geschwistern erleben wir, wie Gott uns dient. Es dürfen zwei Erwachsene die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Ein sehr bewegender Moment. Auch das Heilige Abendmahl für die Entschlafenen berührt ganz tief. Zwei junge Priester erhalten stellvertretend für die unsichtbare Gemeinde die Hostien.

Ein Blick auf die Uhr zeigt, dass wir nicht länger verweilen dürfen, wenn wir unser Flugzeug erreichen wollen. Im Herzen bleiben wir ganz fest verbunden mit allen Glaubensgeschwistern, die in schwierigen Verhältnissen leben und nicht wissen, ob der Krieg morgen schon in ihrem Land ist. «La revedere, trum bun, sanatate!» (Auf Wiedersehen, gute Reise, gute Gesundheit).