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«Kinder in der Mitte» in Linz

25.06.2023

Am Sonntag, den 25. Juni 2023 fand in der Kirche Linz ein besonderer Gottesdienst unter dem Motto «Kinder in der Mitte» statt. Neben den Kindern feierten deren Eltern sowie viele Glaubensgeschwister aus Linz, Urfahr und Mauthausen diesen Gottesdienst mit.

 
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Als Grundlage des Gottesdienstes, der vom Vorsteher der Kirchengemeinde Linz, Hirte Markus Ritt, gehalten wurde, diente das Bibelwort aus Lukas 15,3.4: «Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach: Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat, und, wenn er eines von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste lässt und geht dem verlorenen nach, bis er`s findet?»

Gleich zu Beginn des Gottesdienstes wurden die Kinder in das Gottesdienstgeschehen eingebunden. So stellte Hirte Ritt die Frage, was Lehrer machen, bevor sie mit einer Schulklasse z.B. zu einer Exkursion aufbrechen? «Anwesenheitskontrolle», so lautete die Antwort von einem der Kinder. Das bedeutet, die Lehrer zählen die Schüler, um zu prüfen, ob jemand fehlt. Sollten sie das feststellen, fragen sie nach den Gründen und versuchen herauszufinden, ob das Kind bei den Eltern ist bzw. ob es ihm gut geht. Die Lehrer machen das aus Verantwortung, Sorge und Liebe. Dies wollte auch Jesus mit seinem Gleichnis zeigen. Der Hirte im Gleichnis stellt fest, dass eines seiner Schafe fehlt und er beginnt es zu suchen. In einer Bibelübersetzung wird beschrieben, dass der Hirte in der Zeit, in der er das verlorene Schaft sucht, die neunundneunzig nicht sich selbst überlässt, sondern sie versorgt weiß (er lässt sie «in der Steppe weitergrasen»).

Mittels einer Präsentation wurde das Gleichnis kindgerecht aufbereitet und einige der Kinder lasen dazu eine Geschichte vor. Danach ging Hirte Ritt darauf ein, warum das eine Schaf verlorenging: es wurde abgelenkt und folgte – so die Geschichte – einem Schmetterling, wodurch es sich immer mehr von der Herde entfernte. Der Hirte im Gleichnis ging auf die Suche und als der das Schaf endlich fand, machte er diesem keine Vorwürfe, sondern freute sich und trug es zur Herde zurück.

Christen bilden als Gläubige die «Herde Christi» und auch heute gibt es im übertragenen Sinn «Schmetterlinge», hinter denen sich manches verbirgt, das versucht, Gläubige vom Gottesdienst abzuhalten und von der Herde zu entfernen. Jeder und jede ist aufgerufen, wachsam zu sein und sich nicht ablenken zu lassen! Sollte es doch vorkommen, dass sich Schafe von der Herde entfernen, so gilt auch hier, dasss Gott keines im Stich lässt und in der Begegnung mit einem solchen «Schaf» sollen keine Vorwürfe gemacht werden, sondern es soll in die Arme genommen werden mit dem Gruß: «Schön, dass du da bist!»

Priester Daniel Brunner wies in seinem Predigtbeitrag unter anderem darauf hin, dass es Kinder gibt, die sich nicht finden lassen wollen, weil sie «etwas Verbotenes» tun oder sich vom Elternhaus entfernt haben. Manche Eltern benutzen eine App, um am Handy zu sehen, wo sich das eigene Kind befindet. Doch Gott braucht keine App. Er sieht jede und jeden, der sich von der Herde entfernt. Mit Liebe geht er ihnen nach und will sie zu sich zurückführen.

 

Text: R. Kainz Fotos: Ch. Beyer | D. Brunner