Gemeinde-
und Bezirkssuche

Auf dem Weg in die Ökumene

11.06.2022

"Unterstützung der Aktivitäten für ein "Miteinander" in den verschiedenen Kirchen. Das ist mir ein Anliegen." Mit seinem Statement für eine aktive und lebendige Ökumene begrüsste Bezirksapostel Jürg Zbinden die Ökumeneverantwortlichen aus Österreich und der Schweiz.

 
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Unter dem Titel "Der Weg der Neuapostolischen Kirche in die Ökumene" zeigte Pfarrerin Claudia Haslebacher* den 34 Teilnehmenden der Fachtagung eine Aussensicht auf den Entwicklungsprozess, mit dem die Neuapostolische Kirche zu einer Partnerkirche in der Ökumene werden konnte und ermutigte zu aktiven Schritten auf allen Ebenen und dazu, auf dem eingeschlagenen Kurs kontinuierlich weiterzufahren.


"Für eine zerspaltene Kirche ist die Welt zu stark"
Mit diesem bekannten Zitat von Nathan Söderblom (schwedischer lutherischer Bischof und 1930 Friedensnobelpreisträger) stieg Apostel i.R. Volker Kühnle in das Thema "Die Einheit der Kirche - Die eine Kirche" ein und erläuterte, was Kirche ist und bedeutet und was die unterschiedlichen Verständnisse und Umsetzungsmodelle von Einheit und die Position der Neuapostolischen Kirche zur Einheit sind.


Abschliessend wies er auf die verbindenden Elemente zwischen den christlichen Kirchen hin: die Taufe, das Bekenntnis zu Jesus Christus und der Glaube an ihn. Durch die Getauften, die ihres Glaubens leben, wird Kirche als Gemeinschaft des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe erfahrbar. Insofern ist Kirche Christi auch in denjenigen Kirchen sichtbar, in welchen Einheit, Heiligkeit, Allgemeinheit und Apostolizität auf unterschiedliche Weise und in unterschiedlichem Umfang vorhanden sind.


Nach einem ersten Workshop zu "Einheit der Christen", in dem sich die Teilnehmenden mit dem Verständnis von Kirche Christi, den damit verbundenen Herausforderungen, Einssein und Einheit in versöhnter Verschiedenheit auseinandersetzten, folgte ein weiteres Referat.


Die Charta Oecumenica
Diese Leitlinien für die wachsende Zusammenarbeit unter den Kirchen in Europa sind für die Ökumene wichtig. Apostel i.R. Kühnle beschrieb die Entstehung der Charta Oecumenica, die Beschreibung der ökumenischen Aufgaben, die Selbstverpflichtung der Unterzeichnerkirchen sowie Aufbau und Inhalt. Er ging dabei ausführlich auf verschiedene Aspekte aus neuapostolischer Perspektive ein. 


Mit einem zweiten Workshop schloss der erste Tag der Veranstaltung, welche Samstag/Sonntag, 11./12. Juni im Campus Sursee durchgeführt wurde. Er beinhaltete:


- Fragestellungen zu inhaltlichen Berührungspunkten, die Ökumene erbringen kann
- wo endet die ökumenische Zusammenarbeit
- wie geht Ökumene vor Ort, in der Praxis 


Im Gottesdienst am Sonntag verarbeitete Apostel Matthias Pfützner das Bibelwort aus Kolosser 2, 1-3: "Auf dass ihre Herzen gestärkt und verbunden werden in der Liebe und zu allem Reichtum an der Fülle der Einsicht, zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist. In ihm liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis."


Nach einem abschliessenden Résumé und gemeinsamem Mittagessen endete die Tagung der Ökumeneverantwortlichen, die mit neuen Impulsen im Gepäck die Heimreise antraten.


 


* Claudia Haslebacher war von 2011-2021 Distriktsvorsteherin der EMK (international: United Methodist Church). Sie ist Mitglied des
Präsidiums und der Plenarversammlung der AGCK CH (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz). Seit 2021 wieder als Pfarrerin einer lokalen Gemeinde tätig. Sie ist weiterhin in der AGCK CH: seit Januar 2021 als Mitglied des Rates der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz EKS, Ressort Beziehungen.