Gemeinde-
und Bezirkssuche

Woche 41 / 2018

09.10.2018

Die zweite Hälfte des Mittwochnachmittags war der Suche nach den vier Bibeltexten für die Reise nach Rumänien gewidmet. Am Anfang stehen das Gebet und die Verbindung mit der Gemeinde, für die der Bibeltext als Grundlage zum Gottesdienst dienen soll. Es ist eine intensive Arbeit, soll doch durch den Geist Gottes das werden, was der jeweiligen Gemeinde dient.

 
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Die Suche gestaltet sich sehr unterschiedlich. Es geschieht, dass plötzlich ein Wort im Herzen steht, ein anderes Mal dauert es und die Suche zieht sich in die Länge. Nun werden die Texte mit Gedanken angereichert, die bei der vertiefenden Beschäftigung offenbar werden. Das geschieht im Bewusstsein, dass Gott letztlich durch seinen Geist den Verlauf des Gottesdienstes vor Ort endgültig gestalten wird.


Inzwischen hatte meine Gattin in bewundernswerter Art die Kleider für vier Tage in den kleinen Koffer gepackt. Wenn immer möglich reise ich mit Handgepäck. Da ist die Gewähr gegeben, dass der Koffer die ganze Reise mitmacht und ich nicht ohne die benötigte Kleidung am Zielflughafen stehe. Der Flug mit einmaligem Umsteigen führte über München nach Timişoara in der rumänischen Region des Banates.


Apostel Cone hiess mich herzlich willkommen und gemeinsam fuhren wir zum Hotel, wo wir uns umzogen und nach einem kurzen Imbiss nach Oravița losfuhren. Wie immer, wenn wir gemeinsam unterwegs sind, nutzten wir die Fahrt, um über Gottes Erlösungswerk im Land bzw. der besuchten Region zu sprechen. Die «Liste» der Fürbitten vergrösserte sich, aber auch die der freudigen Nachrichten. Wir freuten uns beide auf die kommenden Tage, auf die Begegnungen mit den Geschwistern, die bevorstehenden Gottesdienste und die Gemeinschaft untereinander.


Rumänien ist ein grosses Land mit einer wechselvollen Geschichte, einer reichen Kultur, aber auch mit wirtschaftlichen und strukturellen Problemen. Überall verlassen junge, erwerbsfähige Menschen auf der Suche nach besser bezahlter Arbeit das Land und ziehen nach Westeuropa. Wenn sie zurückkommen, dann höchstens noch für den Urlaub. Zwischen drei und fünf Millionen Rumänen leben ausserhalb ihres Heimatlandes. Dieser Umstand widerspiegelt sich auch in unseren Gemeinden. Viele junge Hoffnungsträger und Familien mit Kindern fehlen. Der Amtsträgermangel bereitet Sorgen.


Trotz dieser Fakten erlebte ich warmherzige und freudige Aufnahme durch die Geschwister. In Oravița erhielt die Gemeinde Zuwachs: Eine junge Glaubensschwester empfing die Gabe des Heiligen Geistes. Einen emotionellen Augenblick besonderer Art erlebten wir bei der Ruhesetzung des schwerkranken Evangelisten, der in seiner Amtstätigkeit unbeschreiblich viel geleistet hat und lange Zeit seine ganzen Kräfte und Begabungen in den Dienst Gottes gestellt hat. Die Ruhesetzung erfolgte im Rollstuhl.


Am Freitagmorgen ging es weiter nach Orșova an der Donau. Eine abwechslungsreiche Reise der Donau entlang führte uns an den nächsten Gottesdienstort. Auch da ein herzlicher Empfang und berührendes Erleben. Die Geschwister versammelten sich selbst an einem Freitagabend gerne zum Gottesdienst.


Am Samstag in der Frühe machten wir uns auf, um in der in den Bergen gelegenen Gemeinde Lonea um 14 Uhr Gottesdienst erleben zu können. Es ist ein Bergbaugebiet, wo Kohle abgebaut wird. Mit einem traditionellen Empfang (Brot und Salz) wurden wir vor der Kirche willkommen geheissen. Freude ist einfach ansteckend. Trotz der zum Teil schwierigen Lebensumstände merkte man unseren Geschwistern die Beschwerden des Alltags nicht an. Die Geschwister schlossen mich ins Herz und ich sie. Bei dieser Gelegenheit möchte ich es nicht unterlassen, meine Übersetzerin mit grossem Dank zu erwähnen. Schwester Boboiciov, die Gattin des Bezirksältesten, übersetzte alle vier Gottesdienste und spielte daneben auch gleich die Orgel. Eine meisterhafte Leistung, die Bewunderung verdient.


Am Sonntag stand der Besuch der Gemeinde Timişoara auf dem Reiseprogramm -  eine kleine Gemeinde, die auch untereinander fest verbunden ist. Einige Gäste waren anwesend. Mit Ergriffenheit und in grosser Heiligkeit feierten wir das Abendmahl für die Entschlafenen. Der Vorsteher und der Bezirksvorsteher empfingen es stellvertretend für die Seelen aus der jenseitigen Welt. Miteinander bereiteten wir uns vor auf den Erntedankgottesdienst vom nächsten Sonntag.


Mit überwältigenden Gefühlen bestieg ich am frühen Sonntagnachmittag das Flugzeug, das mich nach München brachte. Von dort erreichte ich ohne Verspätung Zürich und mit dem Zug mein Zuhause. Wir beten auch für unsere rumänischen Geschwister und dass der Herr Arbeiter zu der grossen Ernte sendet!