Gemeinde-
und Bezirkssuche

Woche 43 / 2021

02.11.2021

Unermüdlich reihen sich Tage und Stunden aneinander und verstreichen. Jeder Tag bringt uns einen Tag näher ans Glaubensziel. Man könnte diese Aussage als Banalität abtun und doch liegt eine grosse Kraft darin.

 
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Am Dienstag konnten wir nach mehr als zwei Jahren wieder einmal Gemeinschaft mit den Bezirksämtern, Bischöfen und Aposteln in Ruhe erleben. Siehe Bericht unter: Gemeinschaft unter den Ruheständlern - Gebietskirche Schweiz (nak.ch) Dieses Zusammensein hat mir gefehlt. Umso grösser war die Freude über dieses stärkende Erleben.


Die Gemeinde Stein AG ist das Reiseziel am Mittwochabend. Der Bezirksvorsteher holt mich bereits um 18.17 Uhr am Bahnhof Frick ab, was einen guten Grund hat: Zusammen werden wir unsere Glaubensschwester Nazlin im Spital Laufenburg besuchen und mit ihr Heiliges Abendmahl feiern. Es sind ganz bewegende, tief ins Herz gehende Augenblicke, die wir erleben. Pure Freude, die einfach gut tut. Nazlin drückt sich so aus, dass sie mit ihren Augen auf einer grossen Bildschirmtastatur die Buchstaben oder Worte fixiert, die sie mitteilen möchte. Diese erscheinen dann oben am Bildschirm als geschriebener Text. Es ist faszinierend, ihr dabei zuzuschauen. Gestärkt und mit bewegten Seelen gehen wir zu unserer Kirche in Stein, wo wir ein herzliches Willkommen erleben. Inzwischen ist auch Bischof Wihler eingetroffen. Gottesdienste sind und bleiben Höhepunkte im Ablauf einer Woche. Die stärkende Gemeinschaft am Altar Gottes, die Treue und der Glaube der Geschwister und Amtsträger sind Grund zu grosser Dankbarkeit. Dank auch für den schönen Blumenschmuck und die schönen musikalischen Beiträge. Pünktlich um 21.42 Uhr verlässt der Zug Frick in Richtung Zürich.


Sind alle Einreisedokumente und die Bordkarte bereit? Nochmals gehe ich alle Dokumente durch und kann beruhigt feststellen, dass alles vollständig ist. Der Koffer steht fertiggepackt vor der Wohnungstür. Einen besonderen Dank an meine Gattin, die für mich auch darin Weltmeisterin ist.


Im Flughafen Zürich treffe ich Apostel Deubel. Zusammen werden wir am diesem frühen Freitagabend nach Barcelona fliegen. Einmal im Jahr begleiten mich die Apostel und Bischöfe in einen anderen Arbeitsbereich, um die Vielfalt des Bezirksapostelbereiches in den anvertrauten Ländern kennenzulernen und auch um voneinander profitieren zu können. Bischof Olmedo holt uns am Flughafen ab und schon bald begrüssen wir Apostel Camenzind und die bereits eingetroffenen Bezirksvorsteher und ihre Stellvertreter. Die Abendstunden nutzen wir für einen intensiven Austausch und Besprechungen.


Der Samstag ist gut vorbereitet worden und so startet die Bezirksvorsteherversammlung pünktlich. Für die ganze Zeit der Versammlung besteht Maskenpflicht. Nach dem Tagungsauftakt mit einem geistlichen Teil werden folgende Themen behandelt: «Seelsorge heute», Ökumene, Jahresplanung 2022, Information zu den vorgesehenen Seminaren, Führungsausbildung sowie Fragen aus dem Kreis der Bezirksvorsteher. Ein besonderer Augenblick bildet am Schluss das Überreichen eines Geschenkes aus dem Kreis der Anwesenden an den Bezirksältesten Manuel Macias, der am nächsten Tag zur Ruhe gesetzt wird. Anschliessend findet eine Delegiertenversammlung statt, in der die Nachwahl für den scheidenden Delegierten Manuel Macias stattfindet. Der Kirchenpräsident von Spanien Bischof Pedro Olmedo führt durch diese Versammlung. Als neuer Delegierter wird der Bezirksvorsteher des Bezirkes Noroeste, Bezirksältester Fernando Docampo, gewählt.


Den ganzen Tag kann ich erleben, mit wieviel persönlichem Einsatz, mit welcher Glaubenskraft und Motivation im grossen Land Spanien, inklusive Balearen und Kanarischen Inseln, das Erlösungswerk unterstützt und die Geschwister bedient werden. Dafür gibt es nur die Worte: “muchas, muchas gracias, mis queridos dirigentes de distrito, querido obispo y querido apostól de España.”


Mit einem, wie in Spanien üblich nicht allzu frühen, gemeinsamen Abendessen in einem naheliegenden Lokal klingt dieser intensive Tag aus und kurz nach Mitternacht ist dann auch im Hotelzimmer Lichterlöschen.


Die Umstellung auf die Winterzeit beschert uns dennoch eine fast normal lange Nacht. Im Gegensatz zum verregneten Samstag meldet sich an diesem Sonntagmorgen die Sonne zurück. Nochmals ein kurzer Gang durchs Zimmer um zu kontrollieren, ob alles eingepackt ist und schon geht es durch fast verkehrsfreie Strassen Richtung Kirche Barcelona.


An der Eingangstüre werden wir von zwei Kindern willkommen geheissen und kontrolliert. Auf der handschriftlich erstellten Liste stehen unsere Namen, die mit einem Gutzeichen versehen werden. 


Mit dem gemeinsam gesungenen Eingangslied «Dios está presente» beginnt der Festgottesdienst, der auch per IPTV übertragen wird. Vorgängig sind Chorlieder und Instrumentalstücke aufgenommen und kunstvoll zusammengestellt worden. Somit wird auch der Gottesdienst mit Musik begleitet. Vor der Feier des Heiligen Abendmahls darf die kleine Sara versiegelt werden, danach findet das Abendmahl für die Entschlafenen statt, das stellvertretend vom scheidenden und vom künftigen Bezirksvorsteher entgegengenommen wird. Nach 46 Jahren Amtstätigkeit wird der treue und bewährte Bezirksälteste Manuel Macias in den Ruhestand gesetzt und im Bezirksevangelisten David Suter ein neuer Bezirksvorsteher beauftragt. Es sind Augenblicke mit tiefen Emotionen und starken Gefühlen.


Viel zu schnell heisst es Abschied nehmen. «Hasta pronto! ¡Hasta la próxima!”