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Gottesdienst mit Stammapostel Jean-Luc Schneider in Linz

06.03.2022

Stammapostel Schneider hielt in der neuapostolischen Kirche Linz einen Gottesdienst, der in ganz Österreich und Slowenien per ITPV übertragen wurde.

 
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Ein „geistliches Feuerwerk“ erlebten alle, die am Sonntag, den 6. März 2022 an diesem Gottesdienst teilnehmen konnten, in welchem der Stammapostel auch die Sakramente für die Entschlafenen spendete. Der internationale Leiter der Neuapostolischen Kirche hielt den Gottesdienst in der Kirchengemeinde Linz mit dem Bibelwort aus Johannes 10, 16: „Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden.“


Zu Beginn der Predigt wurden die Anwesenden mit der Aussage „Wir feiern heute ein Fest der Freude“ begrüßt – und das, obwohl die weltpolitische Lage derzeit viel Anlass zur Sorge geben könnte. Vielfach hat es den Anschein, dass nur mehr das Böse gewinnt und negative Meldungen überwiegen. Aber, so führte Stammapostel Schneider aus, aufgrund unseres festen Glaubens sind wir zur Erkenntnis gelangt, dass Jesus durch sein Opfer das Böse bereits besiegt hat und dass die Macht des Bösen schließlich in der Zukunft völlig aufgehoben werden wird.


Im Mittelpunkt der Wortverkündigung stand Gott, der in einer für uns unvorstellbaren Weise alle Menschen – ohne Ausnahme – gleichermaßen liebt. „Gott hat keine unterschiedlichen Kategorien der Liebe“ betonte der Stammapostel und ging dann auf verschiedene Gruppen von Menschen ein. Dazu erklärte er anhand des Bibelwortes, dass Jesus als der „Gute Hirte“ für alle „Schafe“ aus verschiedenen „Ställen“ Heil anbietet. Neben jenen Menschen, die bereits die Sakramente empfangen haben – die sich sozusagen in seinem „Stall“ befinden – gibt es auch andere, die noch in der Gottferne leben und die Jesus erst in seine Nähe führen möchte. Dieses Gleichnis bezieht sich sowohl auf Menschen im Diesseits als auch auf Seelen in der jenseitigen Welt. Für alle gilt seine Liebe gleichermaßen.


Jesus selbst ist es, der diese Seelen zu sich ruft – ungeachtet ihrer Vergangenheit. So wie er auf Saulus (den späteren Apostel Paulus) zugegangen ist oder wie er Zachäus bzw. den Schächer am Kreuz angesprochen hat, so wendet er sich an alle Seelen. Für Jesus ist es wichtig, dass sich Menschen für das Gute entscheiden und dass sie sich in weiterer Folge dem göttlichen Ruf öffnen. Unsere Fürbitte und unser Vorbild können diese Seelen motivieren, sich für die Liebe zu entscheiden und die göttlichen Sakramente anzunehmen. Durch die Taufe werden diese Seelen schließlich „aus der Ferne“ in die Nähe Gottes gezogen.


Jenen Menschen, die sich von Gott abgewandt haben – die sozusagen seinen Stall verlassen haben – wollen wir liebevoll nachgehen. Oftmals sind es Gläubige, die sich in der Vergangenheit an einem falschen Wort, an Fehlern in der Kirche oder anderen menschlichen Unzulänglichkeiten gestoßen haben, die enttäuscht wurden. Wir wollen sie spüren lassen, dass sie verstanden werden; vielleicht ist es da und dort auch nötig, dass wir uns für Fehler entschuldigen. Wir wollen diese Seelen bitten: „Verlass Jesus nicht, nur weil Menschen Fehler gemacht haben!“


Nach einer musikalischen Darbietung ging Bezirksapostel Wolfgang Nadolny in seinem Predigtbeitrag auf ein Geschehnis aus dem Alten Testament ein, als das Volk Israel einer feindlichen Bedrohung ausgesetzt war und in die Schlacht ziehen musste. Aber, anstatt eine ausgefeilte kriegerische Strategie anzuwenden, holte man Priester, die den Soldaten vorausgingen und Gott lobten und ihn priesen. Als sich das israelitische Heer dem Feind näherte, stellten sie fest, dass der Feind bereits besiegt war. Gott hatte eingegriffen und die gegnerischen Truppen so verwirrt, dass sie für das israelitische Heer keine Gefahr mehr darstellten. Auch in unserem Leben wollen wir mehr auf den Lobpreis Gottes setzen – in dem Bewusstsein: „Gott bringt alles in Ordnung“.


Ein weiterer Predigtbeitrag kam von Apostel Opdenplatz, der von einer Begebenheit mit Jesus Christus in Bethanien berichtete. Jesus sprach mit Martha, nachdem Lazarus verstorben war. Und Martha trug den Ruf von Jesus zu Maria weiter mit den Worten „Der Meister ist da und ruft dich.“ Auch wir wollen den Ruf Jesu weitertragen zu den Menschen, die sich von ihm abgewandt haben – bis hin zu den Seelen in der jenseitigen Welt. Die Macht der Liebe Gottes erweckt aus dem Tode und führt in ein neues, ewiges Leben.


Nach der gemeinsamen Feier des Heiligen Abendmahls mit der Gemeinde bot Stammapostel Jean-Luc Schneider den Entschlafenen die Sakramente Heilige Wassertaufe, Heilige Versiegelung und Heiliges Abendmahl an. Diese drei Sakramente wurden stellvertretend von den Aposteln Deubel und Pfützner in Empfang genommen.


Mit Klängen des Chores und des Cello-Quartetts fand der Gottesdienst einen wunderschönen Abschluss.


 


Text: R. Kainz, M. Ritt


Fotos: W.Degenfellner