Gemeinde-
und Bezirkssuche

Himmelsbürger - von Bürgerrechten und Bürgerpflichten

04.12.2022

Ein Bürgerrecht für alle? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Gottesdienstes zum 2. Advent mit Bezirksapostel Zbinden, allen Aposteln des Bezirksapostelbereiches Schweiz und den neuapostolischen Christen des Kirchenbezirkes Wien.

 
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Apostel Paulus machte die Christen in Philippi auf ihre Stellung aufmerksam, wenn er ihnen schrieb: « Wir aber sind Bürger im Himmel; woher wir auch erwarten den Heiland, den Herrn Jesus Christus» (Philipper 3,20). Ein eindrückliches Bild für die Bewohner dieser antiken Stadt, welche weit entfernt von Rom an der thrakischen Grenze stolz auf ihr römisches Bürgerrecht waren und ihr «Römertum» auch überzeugend lebten.


Himmelsbürger
Bezirksapostel Jürg Zbinden ging auf dieses Bild ein und zeigte die Analogien zum Himmelsbürger auf:

  • dieses Bürgerrecht ist nicht erarbeitet, sondern aus Gottes Gnade geschenkt – Apostel Paulus schreibt: «aus Gnaden bin ich was ich bin»
  • das Angebot dieses Bürgerrechtes löst Freude aus und macht sich in Form fester Zuversicht und Kraft bemerkbar
  • Himmelsbürger sind einander zur Seite gestellt, unterstützen und machen einander Mut und freuen sich auf die Zukunft
  • typische Eigenschaften der Himmelsbürger: haben Frieden mit dem Nächsten, sind Friedensboten, suchen Versöhnung, hören zu, suchen das Gute, treten für den Nächsten ein, tragen die Liebe Gottes in sich und folgen Jesus nach

Die frohe Botschaft Jesu, des Erretters und Erlösers, soll zu allen Menschen kommen, denn das Bürgerrecht im Himmel steht allen Menschen offen, es gibt keine Einwanderungsbeschränkungen, Gott schließt niemanden aus. Die Bürgerpflicht zeigt sich im täglichen Bemühen um die aufgezeigten Eigenschaften eines Himmelsbürgers, einer Himmelsbürgerin und in der adventlichen Erwartung Jesu: Maranata - unser Herr kommt!


Zittern vor Verlangen
Apostel Rolf Camenzind erwähnte seine österreichischen Wurzeln. Seine Großmutter kam aus Österreich, lies sich leiten und kam in die Schweiz – eine Familie entstand die in Gott vertraute und den Grundstein für seinen eigenen Glauben legte. Die Bereitschaft, sich von Gott leiten zu lassen führt zur Bürgerschaft im Himmel.
Der Apostel berichtete auch von einer Glaubensschwester der er die Gabe des Heiligen Geistes spenden durfte. Sie zitterte bei der Sakramentsspendung am ganzen Körper voll Verlangen. So sehr freute sie sich auf die Nähe Gottes und das Bürgerrecht im Himmel. Und er stellte sich und den Gottesdienstteilnehmern die Frage: «bin ich dankbar für mein Bürgerrecht und zittere ich noch vor Verlangen nach Jesus?»


Umstände die nicht zu verstehen sind
Apostel Vasile Cone aus Rumänien wies auf die Lebensumstände hin, die oft nicht zu verstehen sind. Trotz der Hoffnung auf eine sich öffnende Welt kam zu erst die Pandemie und dann der Krieg und mit ihm großes Leid. Doch Bürger des Himmels müssen daran nicht verzweifeln. Sie sind verpflichtet weiterzugehen, selbst wenn sie durch andere verletzt wurden. Sie bewahren die Liebe in ihren Herzen, denn ohne Liebe ist der Glaube nichts. Gott begleitet sie dabei und sie freuen sich auf den Tag an welchem Gott zu ihnen sagt: «Sei willkommen zu Hause».


Botschafter sein
Apostel Thomas Deubel erinnerte sich an den Vorabend, als er mit seiner Frau durch das Gedränge am Christkindlmarkt ging. Sie nahm ihren Pass aus der Handtasche und vertraute ihn ihm an, damit der darauf aufpasst. Bürger des Himmels passen auf ihr Bürgerrecht auf. In der Verbindung zu Jesus bleiben sie überall Botschafter des Himmels. Apostel Paulus formulierte dies gegenüber den Galatern so: «Ich lebe doch nicht ich, sondern Jesus Christus lebt in mir». An einem typischen Botschafter lässt sich das Land das er vertritt erkennen. Man sieht auf ihn und so kann er auch die Botschaft seines Landes vermitteln.
Die Nachfolge Jesu bringt das Ticket ins Himmelreich, doch es braucht auch das bewusste Wollen, Bürger im Himmel zu sein und Jesus täglich neu nachzufolgen.


Welchen Pass zeigst du in der Not?
Nach der Sündenvergebung und der Eucharistiefeier ging Apostel Matthias Pfützner nochmals auf das in der Predigt Gehörte ein. Auch Apostel Paulus war den Griechen ein Grieche, den Römern ein Römer und den Juden ein Jude. Doch wenn er angeklagt wurde und vor Gericht stand, berief er sich darauf, Römer zu sein. Worauf berufen sich Himmelsbürger, wenn sie in Not sind? Wissen sie, welchen Pass sie besitzen? Bürger im Himmel zu sein bedeutet, jemanden zu haben, welcher der Anklage den Boden entzieht. Da fällt die Angst vor Anklage und Urteil, denn Himmelsbürgern schenkt Gott Gnade. Diese Bürger kennen auch ihren Meister, ihren «Bürger-Meister». Ihn suchen sie, zu ihm wollen sie Kontakt, in ihn vertrauen sie, denn er will das Beste für seine Bürger.
Damit leitete der Apostel zum Mahl für die Entschlafenen, für die Seelen in der Ewigkeit über. Denn Jesus kommt zu allen seinen Bürgern und auch zu allen, die dies werden wollen. Er ruft sie alle.


Musik als Ebene der Verkündigung
Was es bedeutet Botschafter des Himmels zu sein, bewiesen auch die Sängerinnen und Sänger des Chores, die Orchestermitglieder, der Pianist sowie die Dirigentinnen und Dirigenten in diesem Gottesdienst am 4. Dezember 2022 mit Musikdarbietungen, welche die Worte der Predigt auf einer weiteren Ebene eindrucksvoll unterstrichen.


Ein Kirchenbezirk versammelt sich
Nach einer langen Durststrecke infolge der Corona-Pandemie waren die neuapostolischen Christinen und Christen im Kirchenbezirk Wien dankbar, wieder in großer Gemeinschaft Gottesdienst feiern zu können. Schon am Vorabend traf man sich zu einem Festkonzert im «Bruno», dem Veranstaltungszentrum der Gemeinde Brunn am Gebirge, in welchem dann auch dieser Gottesdienst stattfand.