Gemeinde-
und Bezirkssuche

Woche 32 / 2021

17.08.2021

Wenn ich eine Überschrift über die letzten Tage setzen müsste, würde diese wie folgt lauten: «Eine Woche voller intensiver Gefühle und Emotionen».

 
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Der Besuch am Sterbebett unseres geliebten Bezirksapostels i.R. Markus Fehlbaum, zusammen mit seiner Gattin Annelise, hat unauslöschliche Spuren in meinem Herzen hinterlassen. Sein Leiden unter der Krankheit, der dadurch bedingten starken Einschränkungen und den vollständigen Verlust der Lebensqualität haben den Wunsch gross werden lassen: «Herr, lass deinen Knecht in Frieden ziehen». Dieser Wunsch wurde nach etwas mehr als einem Tag am frühen Donnerstagmorgen erfüllt. Der Herr hat unseren Bezirksapostel zu sich geholt. Wir gönnen es ihm von Herzen, sind aber unendlich traurig. Er hinterlässt eine riesige Lücke.


Das Gottesdiensterleben am Mittwochabend in der Gemeinde Aarau war, im Nachhinein betrachtet, eine vorbereitende Stärkung und Tröstung durch unseren himmlischen Vater. Eine besondere Freude durfte ich im Chorgesang erleben. Ja, immer mehr Chöre beginnen wieder zu singen. Selbst mögliche Hinderungsgründe wie die Gesichtsmasken können den Wunsch nach gemeinsamem Musizieren und Gottloben nicht aufhalten. Mein letzter Besuch in Aarau datiert tatsächlich aus dem Jahr 2018, als die Delegierten- und Bezirksvorsteherversammlung der Schweiz mit anschliessendem gemeinsamem Gottesdienst in Aarau stattgefunden hat.


Mit erheblicher Verspätung konnten wir am Samstagmorgen nach einer pünktlichen Landung in Wien den Flieger verlassen. Die Fahrgastbrücke war defekt und es dauerte eine ganze Weile, bis sie wieder einsatzfähig war. Das tat allerdings der Freude bei der Begrüssung durch Apostel Pfützner keinen Abbruch. Nach einigen Besprechungen machten wir uns am frühen Samstagabend auf den Weg nach Korneuburg. Der Gottesdienst war auf 17:00 Uhr angesetzt worden und entsprechend warm war es noch (34 Grad). Die Geschwister hatten sich trotzdem fast vollzählig eingefunden und die Vorfreude auf das gemeinsame Erleben war beinahe mit Händen greifbar.


Wenn man sich dem Geisteswirken öffnet und dieses Wirken hautnah erlebt, nimmt man die sommerlichen Temperaturen gar nicht mehr richtig war. Mit viel Liebe war ein wunderschöner Altarschmuck hergerichtet worden, ein Spiegel für das Schmücken der Herzen auf die Begegnung mit unserem Gott. Die eher kleine, aber starke und lebendige Gemeinde, hat tolle musikalische Ressourcen: Ein starker Chor (fast die halbe Gemeinde) und zahlreiche Rhythmusinstrumente, die in der ganzen Gemeinde verteilt gespielt wurden, erfreuten uns und bereicherten den Gottesdienst. Nicht zu vergessen unsere kleine Schwester, die sich im Vorraum zur Musik bewegte.


Der Gottesdienst am Sonntagmorgen in Wien-Penzing hatte ein ganz besonderes Gepräge. Wie schon in Korneuburg standen wir unter dem Eindruck der Todesnachricht.  Mit grosser Bewegung erlebten wir das Heilige Abendmahl für die Entschlafenen im Bewusstsein, dass unser Bezirksapostel Markus Fehlbaum nun sein erstes Heiliges Abendmahl in der jenseitigen Welt erlebte. Es sind immer wieder die Momente, wo das Diesseits und das Jenseits einander ganz nahe sind. Die Sehnsucht auf die gemeinsame Zukunft wächst stark in solchen Momenten. Ein kleiner Chor berührte unsere Herzen mit seinem Gesang und seiner Ausstrahlung. Die persönliche Verabschiedung vor der Kirche gab uns die Gelegenheit, einander in die Augen und in die Herzen zu schauen.


Die aufziehenden Gewitter in Wien und Zürich führten zu einem etwas längeren Aufenthalt im wartenden Flugzeug.


Zu Hause angekommen lasse ich den Sonntag in meinem erfüllten Herzen ausklingen. Servus!