Gemeinde-
und Bezirkssuche

Woche 18 / 2021

11.05.2021

Im Augenblick sitze ich an meinem Schreibtisch und schaue in Dankbarkeit zurück auf das, was ich zusammen mit Brüdern und Schwestern in den vergangenen Tagen an göttlicher Zuwendung, Hilfe und Unterstützung erleben durfte. Auch wenn der Weg, auf dem wir vorwärtsgehen, ab und zu etwas holprig ist, so ist doch immer Gottes Gegenwart erlebbar.
 
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Unserem Gott Lob und Dank darzubringen aktiviert und schärft den Blick für das Schöne und Gute.

Für den Mittwochabend stand im Programm ein Fragezeichen. Das gibt jeweils Gelegenheit, kurzfristig zu entscheiden und eine Gemeinde ohne Vorankündigung zu besuchen. Dieses Mal ging die Reise ins Klettgau, nach Wilchingen. Die Gemeinde gehört zum Bezirk Schaffhausen und um sie zu erreichen, fahre ich zweimal über die Grenze, d.h. für einige Kilometer führt der Weg durch Deutschland. Es liegt einige Jahre zurück, seit ich das letzte Mal in der Gemeinde eingekehrt bin. Umso schöner war neben der gelungenen Überraschung die Freude bei der Begrüssung und dem gemeinsamen Erleben des Gottesdienstes. Eine warmherzige Atmosphäre zeichnet die Gemeinde aus.

Am Freitagnachmittag bestieg ich den Zug nach Lugano, wo mich Apostel Camenzind mit dem Auto abholte.  Die Reise ging – begleitet von etlichen Staus auf der Strasse – Richtung Milano. Bedingt durch die Verkehrsüberlastung brauchten wir doppelt so lange wie gewöhnlich. Die Zeit im Auto nutzten wir zu einem Arbeitsgespräch. Grund dieser Reise war die Delegiertenversammlung der Gebietskirche Italien am Samstagmorgen. Einige Delegierte waren ebenfalls schon am Freitag angereist, was durch die weiten Distanzen und das nach wie vor eingeschränkte Angebot an Reisemitteln nötig wurde.

Nachdem auch die restlichen Delegierten eingetroffen waren, konnte programmgemäss die anberaumte jährliche Versammlung beginnen. Da einige Delegierte neu sind, wurde auch Zeit eingesetzt, um Aufgaben und Unterlagen eingehend zu erklären. Dankbar kann ich festhalten, dass in einer angeregten Diskussion in guter Atmosphäre viele Fragen gestellt und auch zur Zufriedenheit aller beantwortet werden konnten. Ein Bericht darüber wird auf der italienischen Homepage veröffentlicht.

Am Nachmittag fanden Einzelgespräche statt, bevor jedes wieder seines Weges ging. Ursprünglich war geplant, dass anschliessend die drei Gemeinden Rimini, Forlì und Modena durch den Apostel, den Bischof und mich besucht würden. Da in der Provinz Emilia-Romagna auch noch Mitte letzter Woche aufgrund der Pandemiesituation keine Gottesdienste möglich waren, mussten wir umdisponieren. Neu entschieden wir, dass der Apostel und ich am Samstagabend die Gemeinde Lecco und am Sonntag die Gemeinde Bellinzona besuchen würden. Kaum war alles organisiert, wurde die Beschränkung ganz kurzfristig aufgehoben. Wir beliessen es aber bei der beschlossenen Programmänderung, waren doch die Gemeinden bereits informiert. Den Besuch der drei Gemeinden werden wir später nachholen. Seinerseits konnte der Bischof die Gottesdienste durchführen.

Auch wenn nicht alle Geschwister nach Lecco kommen konnten, erlebten wir das Wirken des Heiligen Geistes in festlicher Atmosphäre. Auch hier war die Wiedersehensfreude gross. Die Schwester, die den Altarschmuck bereitet hatte, war eine derjenigen, die nicht anwesend sein konnte. Gemeinsam dankten wir Gott für die möglich gewordene Begegnung und Glaubensstärkung.

Auf weitgehend leeren Strassen führte uns die Reise nach Lugano in der immer stärker werdenden Abenddämmerung.

Strahlender Sonnenschein begrüsst uns am Sonntagmorgen. Es ist Muttertag. Auch wenn es kein christlicher Feiertag ist, regt ein solches Ereignis doch an, der Dankbarkeit im Herzen bewusst Raum zu geben. Noch wertvoller ist es, wenn sich die Dankbarkeit nicht nur auf einen Tag im Jahr konzentriert.

Eine kurze Zugfahrt führte mich von Lugano durch den Ceneri-Basistunnel nach Giubiasco, anschliessend ein Morgenspaziergang zur Kirche in Bellinzona. Zusammen mit dem Apostel und der Gemeinde durften wir unserem Gott Dank opfern und Lobpreis entgegenbringen. Freude und Dankbarkeit sind denn auch die Empfindungen über die Möglichkeit der Gemeinschaft und das gemeinsame Erleben, Gott liebt uns und macht uns immer wieder reich. Alle erhielten einen kleinen Strauss vom Altarschmuck – ein äusseres Zeichen der Verbundenheit.

Dank dem Gotthard-Basistunnel geht die Reise nach diesem kurzen Aufenthalt im Süden zügig zurück nach Hause.